Fruchtfliegen

Fliegen sind insbesondere in der Lebensmittelherstellung und –verarbeitung ein weit verbreitetes Problem. Da sie sich rasant und in großer Zahl vermehren, erfordert ein Befall in gewerblichen Betrieben immer zwingend den Einsatz eines professionellen Kammerjägers.
Gegen eine Fliegenplage im Haus kann man hingegen selbstständig Maßnahmen zur Bekämpfung oder Vermeidung ergreifen.

Oftmals sind es die sogenannten Obstfliegen bzw. Fruchtfliegen, die wir als lästig empfinden und schnell, in großer Zahl auftreten können. Schmeiß-, Gold- oder Stubenfliegen treten zwar auch häufig in privaten Haushalten auf, jedoch eher selten in besorgniserregendem Ausmaß. Meist hilft bereits eine Fliegenklatsche, um das Problem zu beseitigen. Entwickelt sich doch mal eine Fliegenplage dieser Art im Haus oder in der Wohnung, ist das in der Regel auf eine schlechte Müll- und Speiseresteentsorgung zurückzuführen. Dann ist das Problem wohl auch nicht mehr selber in den Griff zu bekommen und es sollte ein Kammerjäger hinzugezogen werden.

Was hilft gegen Fliegen?

Grundsätzlich ist Hygiene und eine vernünftige Müllentsorgung das A und O bei der Bekämpfung bzw. Vorbeugung gegen Fruchtfliegen, Obstfliegen und sämtlichen anderen Fliegen. Lebensmittelreste und offen stehende Speisen bieten den Fliegen gleichzeitig Nahrung und Brutstätten für ihre Larven. Daher sollten im Umgang mit Lebensmitteln folgende Regeln beachtet werden:

  • Lebensmittel stets verschlossen oder abgedeckt lagern
  • Speisereste zeitnah entsorgen, sowie Krümmel u.ä. wegwischen
  • Abfälle und Müll gut verschlossen entsorgen
  • Benutztes Geschirr nicht herumstehen lassen
  • Lebensmittel immer kühl und trocken lagern
  • Regelmäßiges Putzen und sauber machen

Beachten Sie diese einfachen Grundsätze, bleiben Sie in der Regel von einem Befall durch Schmeiß- und Stubenfliegen verschont. Finden aus anderen Gründen immer wieder Fliegen den Weg in die Wohnung, sind Fliegengitter eine gute Möglichkeit sich zu schützen. Generell ist es sinnvoller die Insekten am Eindringen zu hindern, als sie in der Wohnung zu bekämpfen.

Fruchtfliegen in der Wohnung

Im Gegensatz zu anderen Fliegenarten, können sich Fruchtfliegen bzw. Obstfliegen auch mal schnell in hygienischen Haushalten ausbreiten. Gerade im Sommer und an warmen Tagen suchen sie mit Vorliebe gelagertes Obst und Gemüse auf. Im Grunde geht von dieser Fliegenart keine Gefahr für den Verbraucher aus. Sie können zwar Hefe, Bakterien, sowie Pilzsporen übertragen, das heißt aber nicht, dass direkt alle Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Allerdings wird dadurch der Fäulnisprozess von Früchten beschleunigt, was wiederum zu einer schnellen Ausbreitung führen kann. Achten Sie daher darauf, dass Sie stets nur frisches Obst in der Obstschale haben. Obst oder Gemüse mit fauligen Stellen sollte entsorgt werden. Eine gute Möglichkeit sich vor einem Fruchtfliegenbefall zu schützen ist das Lagern des Obstes im Kühlschrank. Je trockener und kälter die Umgebung, desto weniger Probleme mit Fruchtfliegen werden entstehen.

Fruchtfliegen bekämpfen

Um eine bereits entstandene Fliegenplage effektiv zu bekämpfen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da die Fliegen sehr klein und schwer zu erwischen sind, ist die obligatorische Fliegenklatsche kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung. Abhilfe schafft hier der Staubsauger. Die Fruchtfliegen können einfach vorsichtig vom Obst abgesaugt werden. Damit lässt sich der Befall schon mal deutlich reduzieren. Älteres, faules oder faulig werdendes Obst sollte gut verschlossen entfernt werden. Ausgiebiges Lüften der befallenen Räume schafft weitere Abhilfe. Um die restlichen Plagegeister zu vertreiben, sind Fliegenfallen ein gutes Mittel. Diese lassen sich recht leicht selber herstellen, indem man eine zuckerhaltige Flüssigkeit (z.B. Fruchtsaft) mit Essig und Spülmittel vermischt. Der Geruch dieser Lösung zieht die Obstfliegen an und das Spülmittel sorgt für eine geringe Oberflächenspannung, sodass die Fliegen darin versinken.

Ist der Befall so weit fortgeschritten, dass diese Mittel gegen Fliegen nicht mehr helfen oder erst gar keinen Sinn machen, sollten Sie natürlich den Rat eines professionellen Kammerjägers hinzuziehen.

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