Reiskäfer

Gattung

Reiskäfer (Sitophilus oryzae)
Ordnung: Käfer
Familie: Rüsselkäfer

Aussehen

Der Reiskäfer hat eine langovale Form und wird 2,3-3,5 mm lang. Er hat mattbraune Flügeldecken mit jeweils zwei rötlichen Flecken. Der Rest seines Körpers hat eine mittel- bis schwarzbraune Färbung. An seinem Kopf hat der Käfer einen rüsselförmigen Fortsatz mit kräftigen Mandibeln und zwei Antennen. Die Larven haben eine gekrümmte Form und eine weiß-gelbliche Färbung mit gelber Kopfkapsel. Sie werden ca. 2 mm lang. Die Puppen des Kornkäfers sind bis zu 4 mm lang.

Nahrung

Wie der Name bereits sagt, ernährt sich der Reiskäfer bevorzugt von Reis, Weizen und Mais. Sämtliche anderen Getreidesorten zählen aber auch zu seinem Nahrungsangebot.

Schadpotential

Der Reiskäfer stellt für lagerndes Getreide einen bedeutenden Schädling dar.

Lebensweise und Fortpflanzung

Der Käfer verbreitet sich über die Transportwege von bereits befallenem Getreide, wie Transportbänder, Erntemaschinen oder sonstige Maschinen zur Getreideverarbeitung. Im Gegensatz zum Kornkäfer ist der Reiskäfer ein guter Flieger. Je nach Klimazone verbreitet sich der Käfer nur in Lagerräumen oder auch auf Feldern vor der Ernte. Die Eiablage erfolgt in den Getreidekörnern. Je nach Getreidesorte variiert die Anzahl der Eier. Die Lebensdauer von Reiskäfern beträgt zwischen drei und sechs Monaten.

Nachweis

Ein Nachweis wird durch Pheromonfallen oder durch Aussieben des Getreides erbracht.

Bekämpfung

Betroffene Lagerräume müssen mit Phosphorwasserstoff, Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff begast werden. Bei ca. 0°C sterben 62% der Larven im Entwicklungsprozess ab. Zudem muss der Wassergehalt der Körner für eine Entwicklung mindestens 13,5% betragen.

Prävention

Betroffene Lager- oder Speicherräume müssen professionell gereinigt und chemisch behandelt werden. Zudem sollte eine Reinigung der Erntemaschinen erfolgen. Die Feuchtigkeit im Lager sollte unter 12% und die Temperatur höchstens bei 10°C, besser tiefer liegen.
In der Lebensmittelindustrie besteht ein erhöhtes Risiko. Dort sind sorgfältige Eingangskontrollen und die Lagerung in dicht verschließbaren behältern zwingend notwendig.

Bildnachweis: Von picture taken by Olaf Leillinger - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5

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