Getreideplattkäfer

Gattung

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)
Ordnung: Käfer
Familie: Plattkäfer

Aussehen

Der Getreideplattkäfer ist sehr schmal und flach. Er wird zwischen 2-3 mm lang und hat eine graubraune Färbung. Seine Flügeldecken sind länglich gerippt und grob punktiert. Zwischen Kopf und Flügeldecke hat er einen ovalen Halsbereich der an den Rändern mit sechs Zacken besetzt ist. Die Larven dieses Käfers sind sehr beweglich. Im ersten Larvenstadium sind sie noch weiß, was sich ab dem zweiten Stadium zu einer gelblichen Färbung entwickelt. Am Hinterleib haben die Larven zwei Dornen. Sie werden vor der Verpuppung bis zu 4 mm lang. Die Puppen sind elfenbeinfarbig. Zudem sind in diesem Stadium bereits die seitlichen Zacken des Halsbereichs sichtbar.

Nahrung

Zur Nahrung des Getreideplattkäfers zählen sämtliche Getreideprodukte wie Mehl, Müsli, Brot und ähnliche kohlenhydratreiche Lebensmittel. Des Weiteren zählen Samen und Nüsse zum potentiellen Nahrungsangebot.

Schadpotential

Er zählt zu den am häufigsten eingeschleppten Getreideschädlingen.

Lebensweise und Fortpflanzung

Der Kornkäfer befällt hauptsächlich Bruchgetreide. Ein typisches Fraßbild ist dabei jedoch nicht vorhanden. Die Larven des Käfers sind so beweglich, dass sie durch die kleinsten Ritzen verpackter Ware gelangen können. Die Eiablage erfolgt in kleinen Gruppen direkt in den geeigneten Nahrungsmitteln. Dabei kann ein Weibchen bis zu 500 Eiern verteilt ablegen. Die Lebensdauer der Käfer kann bei optimalen Temperaturen bis zu drei Jahre sein. Bei einer Temperatur von 16°C können sie sogar bis zu zwei Monate ohne Nahrung auskommen.

Nachweis

Ein Nachweis des Getreideplattkäfers erfolgt durch Aussiebung des Getreides.

Bekämpfung

Befallenes Getreide, Lagerräume oder Speicher müssen mit Phosphorwasserstoff, Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff begast werden. Kleinere Mengen können bei Temperaturen von -18°C über Nacht gelagert oder 1 Stunde lang auf 55°C erhitzt werden.

Prävention

Speicher, Silos und sonstige Lagerräume sollten vor der Einlagerung stets gründlich gereinigt und chemisch vorbehandelt werden. Zudem sollten Maschinen und Transportsysteme regelmäßig gereinigt werden, sodass sich keine Mehlansammlungen bilden.

Bildnachweis: Von Clemson University - USDA Cooperative Extension Slide Series, Bugwood.org

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