Getreidekapuziner

Gattung

Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica)
Ordnung: Käfer
Familie: Bohrkäfer

Aussehen

Der Käfer hat eine zylindrische Form und wird ca. 2-3 mm lang. Er hat eine dunkelbraune Färbung und einen grob gekörnten Chitinpanzer. Dazu einen Halsschild, der kapuzenartig den Kopf bedeckt, was dem Getreidekapuziner seinen Namen gibt. Die Flügeldecken sind leicht behaart. Getreidekapuziner sind gute Flieger. Die Larven des Käfers haben eine länglich gestreckte Form mit einer spärlichen Behaarung. Im ersten Stadium sind die Larven noch sehr mobil, im zweiten hingegen verlieren sie diese Eigenschaft. Ausgewachsen sind sie ca. 3 mm lang.

Nahrung

Zu seiner Nahrung zählen sämtliche Getreidearten, sowie Kürbis- und Sonnenblumensamen und ähnliches.

Schadpotential

Getreidekapuziner besitzen ein großes Schadpotential, da die Larven vor allem den Eiweißanteil verwerten und die Stärke als Bohrmehl unverdaut ausscheiden.

Lebensweise und Fortpflanzung

Treten in Regel nur in Getreide- oder Lebensmittellagern auf. Die Eier legt der Getreidekapuziner in der Nahrung ab. Die Eilarven bohren sich dann selbstständig in die Getreidekörner ein. Dort findet dann die weitere Entwicklung und Verpuppung statt. Die Lebensdauer der Käfer beträgt bis zu einem Jahr. In dieser Zeit können sie abhängig von der Temperatur eine bis acht Generationen entwickeln.

Nachweis

Die Larven erzeugen staubförmiges Bohrmehl zwischen den Körnern. Durch Aussieben des Lagergutes und mit Pheromonfallen kann ebenfalls ein nachweis erbracht werden. Außerdem können je nach Stärke des Befalls auch Käfer auf Fensterbänken oder in Lampenschalen gesichtet werden.

Bekämpfung

Befallenes Getreide und Lagerräume können mit Phosphorwasserstoff, Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff begast werden. Bei kleineren Mengen kann der Befall durch Abkühlung auf -18°C über Nacht abgetötet werden.

Prävention

Vor einer Neueinlagerung sollten Lagerräume gründlich gereinigt und mit Insektizid vorbehandelt werden. Bei Verdacht auf einen Befall im Haushalt kann eine Ausbreitung durch die Lagerung in dicht verschließbaren Gefäßen verhindert werden.

Bildnachweis: Von Clemson University - USDA Cooperative Extension Slide Series, - Insect Images,This image is Image Number 1435098 at Insect Images, a source for entomological images operated by The Bugwood Network at the University of Georgia and the USDA Forest Service., CC BY 3.0 us

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