Brotkäfer

Gattung

Brotkäfer (Stegobium paniceum)
Ordnung: Käfer
Familie: Nagekäfer

Aussehen

Der Brotkäfer hat eine längliche, oval Form und ist zwischen 2 und 3,5 mm lang. Sein Körper hat eine hell- bis dunkelbraune Färbung mit einer feinen, goldgelben Behaarung auf Kopf und Flügeldecken. Der Hals wird ähnliche wie bei dem Getreidekapuziner von einem kaputzenartigen Halsschild bedeckt. Die Larven des Brotkäfers sind schlank und mit gut ausgebildeten Beinen sehr beweglich.

Nahrung

Der Brotkäfer ernährt sich von so gut wie allen, trockenen pflanzlichen und tierischen Vorräten. Dazu zählen zum Beispiel Getreideprodukte, Gewürze, Samen, Trockentiernahrung, Trockenfisch, Trockenobst, Vogelfutter, Tabak uvm.

Schadpotential

Für Betriebe in der Lebensmittelverarbeitung, Gesundheitsbetriebe, Apotheken, Drogerien aber auch private Haushalte stellt der Käfer ein großes Schadrisiko dar.

Lebensweise und Fortpflanzung

Der Brotkäfer ist in der Lage Verpackungen wie Pappe oder sogar feste Plastikfolien zu durchbohren um an Nahrungsmittel zu gelangen. Die Larven hingegen durchziehen feste Substanzen mit Bohrgängen und bilden in pulverigen Nahrungssubstraten Fraßhöhlen, die sie mit einem Sekret auskleiden. Toxische Inhaltsstoffe wie Gerb- und Bitterstoffe, kann der Brotkäfer problem verdauen.

Nachweis

Ein Nachweis erfolgt durch das Aussieben des Lagergutes oder mit Hilfe von Pheromonfallen.

Bekämpfung

Befallene Waren müssen in jedem Fall entsorgt werden. Kleineren Mengen können zur Abtötung 1 Stunde lang auf 60°C erhitzt oder 12 Stunden lang auf -18°C abgekühlt werden. Bei einem Befall von größeren Lagerräumen muss eine Begasung mit Phosphoswasserstoff, Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff durchgeführt werden.

Prävention

Zur Prävention sollten anfällige Waren und Produkte in dicht schließenden Gefäßen gelagert werden.

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