Warnzeichen für Gift und Hausmittel

Bei einem Befall von Schädlingen im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung muss man schnell handeln, um eine Ausbreitung zu verhindern. Für viele Betroffene ist daher das Internet die erste Anlaufstelle. Hier findet sich eine Vielzahl an Tipps, Tricks und Hausmittel gegen jede Art von Ungeziefer. Zumeist versprechen sie eine zuverlässige und einfache Beseitigung. Doch oft gibt es bei einer eigenständigen Schädlingsbekämpfung Risiken und Auswirkungen, die nicht bedacht werden.

  • Sind Hausmittel sinnvoll oder verschlimmern sie sogar den Zustand?
  • Sind bestimmte Chemikalien schädlich für die Gesundheit?
  • Was sind das für Chemikalien, die mir vorgeschlagen werden?
  • Könnten Allergiker oder Kinder mit giftigen Stoffen in Berührung kommen?
  • Welchen Einfluss haben bestimmte Mittel auf die Umwelt?
  • Wie schütze ich Haustiere vor Giftstoffen?

Risiken für die Gesundheit

Wer sich schon mal an dem Einsatz von Hausmitteln gegen Schädlinge versucht hat, wird schnell festgestellt haben, dass sie nur kurzzeitigen Erfolg zeigen oder im Gegenteil die Lage sogar verschlimmern. Insofern kommt man bei einer erfolgreichen Schädlingsbekämpfung oft nicht um den Einsatz von Chemikalien herum. Sich eigenständig Chemie aus dem Baumarkt oder Internet zu besorgen ist jedoch grob fahrlässig. Die Aus- und Folgewirkungen werden dabei häufig unterschätzt. Insbesondere beim Einsatz von Schädlingsspray können giftige Wolken entstehen.

Mögliche Gefahrenpotenziale sind unter anderem:

  • Giftige Wolken verbreiten sich im Haus oder ziehen auf ein Nachbargrundstück
  • Man kommt selber mit dem Gift in Berührung
  • Man reagiert allergisch auf Bestandteile der Chemikalie
  • Giftstoffe kommen mit gelagerten Lebensmitteln in Berührung

Risiken für die Umwelt

Viele Tiere wie Marder, Siebenschläfer, Maulwürfe oder Honigbienen stehen per Gesetz unter Artenschutz und dürfen nicht mit Chemikalien bekämpft oder getötet werden. Eine selbstständige Beseitigung kann daher nicht nur sehr schwierig sein, sondern auch gegen das Gesetz verstoßen. Professionelle Schädlingsbekämpfer sind speziell ausgebildet, um geschützte Tiere schnell und dauerhaft umzusiedeln.

Bei dem Einsatz von Chemikalien ist zu bedenken, dass sich die Mittel nicht nur auf das Ungeziefer tödlich auswirken, sondern auch den Boden oder die Luft konterminieren können und somit eine Gefahr für Sie selbst, Kinder oder Haustiere darstellen. Insbesondere von Mitteln, die über das Internet erhältlich sind, ist entschlossen abzuraten. Häufig ist die Zusammensetzung dieser Chemikalien nicht bekannt. Sie können somit nicht zugelassene und gesundheitsgefährdende Substanzen beinhalten.

Prävention als Hausmittel

Die beste Schädlingsbekämpfung, die man in Eigenregie durchführen kann ist Prävention. So ist es beispielsweise wichtig Lebensmittel geschützt und trocken zu lagern und den Schädlingen keine Möglichkeit zum Unterschlüpf zu bieten. Ausführliche Informationen zur Prävention, können Sie in unserm Artikel Prävention – Schädlingen vorbeugen nachlesen.

Fazit

Den 100%-igen Schutz vor Schädlingen bietet allerdings auch die Prävention nicht. Stellt man einen Befall fest, gilt es abzuwägen, ob man selber Herr der Lage wird oder einen Schädlingsbekämpfer hinzuzieht. Entdeckt man ab und zu mal eine Spinne, reicht es natürlich aus, diese selber zu entfernen. Treten jedoch größere Ansammlungen auf oder entdecken Sie Nager wie Ratten o.ä. ist es ratsam einen Kammerjäger hinzuzuziehen. Da eine eigenständige Bekämpfung oft nicht effektiv und nachhaltig ist, übersteigen die Kosten für Pestizide oder andere Hilfsmittel schnell die Kosten für eine einmalige, professionelle Beseitigung.

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