Schlupfwespen gegen Motten

Hausmittel gegen Schädlinge im Garten oder auch in der Wohnung gibt es wie Sand am Meer. Einige davon erscheinen sinnvoll, andere sind schlichtweg falsch. Wir zeigen 5 Tipps bzw. Hausmittel, die in bestimmten Fällen erfolgsversprechend sind.

Wichtig ist, dass Hausmittel keinen Erfolg garantieren können. Da sie in der Regel aber recht kostengünstig sind, lohnt es sich einige von ihnen auszuprobieren. Die Voraussetzung sollte dabei immer sein, dass sich der Schädlingsbefall in Grenzen hält bzw. keine gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Schäden entstehen. Treten Schädlinge in große Zahl oder immer wieder in regelmäßigen Abständen auf, sollte die Bekämpfung stets in professionelle Hände übergeben werden. Eigenständige Bekämpfungen sind in diesen Fällen meist nicht mehr erfolgreich bzw. nicht nachhaltig, da die Ursache für den Befall nicht beseitigt wird.

1. Schlupfwespen gegen Motten

Schlupfwespen sind als biologisches Bekämpfungsmittel durchaus bekannt und weit verbreitet. In der Industrie und im Gewerbe werden sie beispielsweise eingesetzt, um Lebensmittel- und Kleidermotten zu kontrollieren und zu bekämpfen. Mittlerweile kann man die winzigen Insekten auch im Fachhandel oder über das Internet erwerben, sodass sie sich ebenfalls für den privaten Einsatz eignen. Die Anwendung ist dabei kinderleicht. In der Regel werden Schlupfwespen in Form von Eiern auf kleinen Kärtchen geliefert. Diese werden einfach an entsprechender Stelle aufgestellt, wo sie sich dann zu den Wespen entwickeln und auf Nahrungssuche gehen. Schlupfwespen nutzen die Eier von Motten, um ihre eigenen Eier darin abzulegen. Auf diese Weise sterben die Nachkommen der Motten auf natürlichem Weg ab und das Schädlingsproblem wird an der Wurzel bekämpft. Die Wespen selber sterben innerhalb von kürzester Zeit ab, sodass man sich keine Gedanken darüber machen muss, direkt die nächsten Insekten in der Wohnung zu haben.

Weitere Informationen zum Einsatz von Schlupfwespen finden Sie in unserem Beitrag „Schlupfwespen gegen Motten“.

2. Fliegengitter gegen Fluginsekten

Fliegengitter sind keine neue Erfindung und so gut wie jeder kennt sie. Dennoch werden sie bei Problemen mit Fluginsekten nicht sehr häufig eingesetzt. Dabei bringen sie eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich. Fliegengitter sind günstig in der Anschaffung, einfach anzubringen und dazu noch sehr zuverlässig. Gerade im Sommer schützen sie nicht nur vor lästigen Mücken oder Fliegen, sondern ebenso vor Wespen, Marienkäfern, Motten und anderen Fluginsekten im Haus. Einziger Nachteil: Die Gitter sind in der Regel optisch nicht besonders ansprechend. Um Probleme mit Fluginsekten zu vermeiden aber sehr effizient.

3. Schlag-, Lebend- und Klebefallen

Fallen sind ebenfalls keine besonders innovative Methode verschiedene Schädlinge zu bekämpfen. Mit Fallen assoziiert man häufig die bekannten Schlagfallen, die zur Mäuse- oder Rattenbekämpfung eingesetzt werden. Da die Tiere mit diesen Fallen getötet werden und der Anblick nicht gerade angenehm ist, sind sie nicht besonders beliebt. Als Alternative gibt es sogenannte Lebendfallen. Das sind kleine Käfige, in denen die Tiere gefangen und anschließend wieder frei gelassen werden können. Dabei sollte man jedoch beachten, die Schadnager fern ab von Häusern oder Wohnungen auszusetzen. Zudem empfiehlt es sich bissfeste Handschuhe zu tragen. Eingesperrte Tiere versuchen sich zu verteidigen und gerade Ratten oder Mäuse können durch Bisse gefährliche Krankheitskeime übertragen. Bei der Bekämpfung von Schadnagern sollte nochmals erwähnt werden, dass ein Befall von mehreren Tieren mit einfachen Fallen nicht in den Griff zu bekommen. Die Ausbreitung der Tiere findet rasant statt und die möglichen Schäden können enorme Ausmaße annehmen.

Ebenfalls sehr effektiv und kosteneffizient ist der Einsatz von handelsüblichen Pheromon- und Klebefallen gegen Fluginsekten wie Fliegen. Sie werden einfach in der Wohnung aufgestellt bzw. aufgehangen, locken Insekten an und halten sie fest.

4. Brennnesseljauche gegen Schädlinge im Garten

Wenn es um Schädlinge im Garten geht, genauer gesagt um Läuse, ist Brennnesseljauche ein gutes Hausmittel. Neben der ökologischen Bekämpfung der Läuse, ist die Jauche ein optimaler Dünger für Gemüse, Rosen, Kräuter und andere Gewächse. Zudem lässt sie sich problemlos selber herstellen. Alles was man dafür tun muss, ist Brennnesseln mit Wasser in einem großen Gefäß vermischen und gären lassen. Nach 1-2 Wochen und täglichem Umrühren ist der Dünger fertig. Nachteil: Die Jauche riecht sehr unangenehm.

5. Hygiene

Eine gute Hygiene im und um das Haus bzw. die Wohnung herum ist und bleibt das beste „Hausmittel“ gegen Schädlinge. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und Mäuse, Mader, Fliegen o.ä. können auch in sauberen Haushalten auftreten. Generell gilt aber, dass ein guter Hygienestandard ein großer Schritt gegen Schädlinge im Haus ist. Dazu gehören neben regelmäßigem Putzen und Saugen auch eine vernünftige Müllentsorgen, sowie die richtige Lagerung von Lebensmitteln.

Giftstoffe

In einigen Fällen ist der Einsatz von Giftstoff unabdingbar. Beispielsweise wenn akute gesundheitliche oder wirtschaftliche Risiken die Folge eines Schädlingsbefalls sein können. Den Einsatz dieser Stoffe sollte man jedoch ausschließlich einem professionellen Schädlingsbekämpfer überlassen. Die Zusammensetzung und Wirkungsweise sind Laien in der Regel nicht bewusst und die unsachgemäße Anwendung kann nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Mitmenschen und Haustiere sehr gefährlich werden.

Einen Schädlingsbekämpfer im und um den Märkischen Kreis finden Sie unter: ACE Zydek Schädlingsbekämpfung.

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